Caraval - Stephanie Garber
[Rezension]


Scarlett lebt in der Obhut ihres Gewalttätigen Vaters auf einer abgeschiedenen Insel. Sie sehnt sich danach, die Heimat zu verlassen und an dem legendären Spiel Caraval teilzunehmen, das die magische Erfüllung von Wünschen, Abenteuer und Freiheit verspricht. Als Scarlett von ihrem Vater flieht und Caraval zum ersten Mal betritt, fühlt sie sich am Ziel ihrer Träume. Doch etwas Dunkles und Geheimnisvolles umgibt das verzauberte Spiel. Ist Caraval wirklich das, was Scarltt sich erhofft hat? Plötzlich befindet sie sich mitten in einer Welt, in der es um Leben und Tod geht. (Klappentext)


Mit "Caraval" habe ich wieder dem Fantasy-Genre eine Chance gegeben, was mir bis jetzt noch nie wirklich gefallen hat. Urban Fantasy und Romantasy lese ich gerne, aber wenn es um pures Fantasy geht, bin ich überhaupt kein Fan. Es ist diese mittelalterliche Atmosphäre, die mich daran am Meisten stört. Caraval klang für mich aber dennoch interessant. Denn obwohl mir klar war, dass es wieder vor dieser mittelalterlichen Kulisse spielt, hatte ich Hoffnung, dass das Spiel Caraval, um das es die meiste Zeit geht, die Geschichte für mich spannender machen würde.

Zuerst war ich nicht so begeistert von der Geschichte. Denn bis es mit dem Spiel losging, musste ich mich erst einmal an die schon genannte Atmosphäre gewöhnen. Die Charaktere und die Handlung konnten das Leseerlebnis für mich dabei auch nicht ausgleichen, denn ich fand die Charaktere und im Besonderen die Protagonistin Scarlett uninteressant und die Handlung ging meiner Meinung nach zunächst sehr schleppend voran. Als es dann nach ein paar Seiten endlich zum eigentlichen Caraval (dem Spiel) ging, hat sich meine Meinung allerdings sehr schnell geändert.

Von der Welt, die in dieser Geschichte noch einmal geschaffen wurde, war ich anfangs sehr begeistert. Sie war so magisch und wurde so schön beschrieben, dass ich immer weiter lesen wollte und wissen wollte, was es mit dem ganzen Spiel nun auf sich hat. Von dem Spielablauf hatte ich mir allerdings etwas mehr erhofft. Mehr Spielregeln oder mehr Action - einfach etwas mehr von allem. Außerdem glaubte ich, dass vieles zu vorhersehbar war, sodass sich auch keine Spannung aufbauen konnte. So wurde es mir nach einigen Seiten leider wieder zu langatmig und ich musste mich durch den Mittelteil wieder durchkämpfen.

Wie in den meisten Büchern findet sich auch hier wieder eine Liebesgeschichte. Allerdings hat sie für mich die Geschichte auf keinen Fall gestört, sondern sie wurde passend in den Hintergrund mit eingebaut und ich fand sie auch schön zu lesen.

Gegen Ende wurde es allerdings wieder richtig spannend und der schleppende Mittelteil wurde definitiv wieder ausgeglichen. Es war so verwirrend, dass es für mich wieder zu einem richtigen Lesevergnügen wurde. ich wusste irgendwann einfach nicht mehr was real ist und was nicht, was einem nur vorgespielt wurde oder wo jemand sein wahres Gesicht gezeigt hat. Mir wurde klar, dass ich dieses ganze Spiel über getäuscht wurde und doch nicht alles so war, wie ich es vorher vermutet hatte. Genauer gesagt wurde ich in allen Punkten gekonnt getäuscht. Das Ende hat für mich auch gestimmt und ich bin letztendlich doch sehr froh, dass ich diesem Buch eine Chance gegeben habe!


Trotz mancher Scwächen und des Settings, konnte mich Carval in seinen Bann ziehen und ich bin froh, es gelesen zu haben. Für alle, die mal wieder einen Fantasy-Roman lesen wollen, der einfach anders als die Anderen und etwas Besonderes ist, sehr zu empfehlen. Für viele Fantasy-Fans wahrscheinlich ein Highlight!



            





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