"Schöne Mädchen brennen nicht" oder: Ein Buch, das mich noch lange beschäftigen wird

Wenn jemand dich so gut kennt, dass er jede deiner Reaktionen vorhersehen kann - dann ist das Liebe. Oder der Anfang von etwas Grauenvollem.
 
Delia bekommt immer, was sie will. Sie bringt dich dazu, an allem zu zweifeln, was dir wichtig ist. Bis du deine große Liebe für einen elenden Lügner hältst. Und jeden anderen für einen Mörder.
 
 

Als June die Nachricht auf ihrer Mailbox endlich abhört, ist es längst zu spät: Ihre beste Freundin ist tot - verbrannt im Schuppen ihres Stiefvaters. Selbstmord, heißt es. Doch June weiß, dass das nicht wahr ist. Niemand kannte Delia besser als sie. Manchmal war es sogar, als könnte Delia ihre Gedanken lesen - und das fühlte sich großartig an. Oder beängstigend - je nachdem, in welcher Stimmung Delia gerade war. June macht sich auf die Suche nach dem Mörder ihrer besten Freundin und findet immer neue Abschiedsbriefe von ihr... (Klappentext)
 
 
Verlag: Hier
Als ich dieses Buch gesehen habe, wollte ich es unbedingt lesen, da ich Jugendthriller seehr gerne lese. Kurze Zeit später habe ich auch schon angefangen es zu lesen, doch habe mich schnell entschieden, das Buch erst noch einmal eine Weile aus der Hand zu legen. der Einstieg fiel mir einfach etwas schwerer als erwünscht. Ich konnte am Anfang nicht wirklich eine Nähe zu der Protagonistin June aufbauen. Außerdem wurde mir am Anfang einfach zu wenig erklärt, sodass ich mich einfach wie ins kalte Becken geworfen führte (was ich bei diesem Wetter jetzt echt gut vertragen könnte - kleiner Scherz am Rande, haha. Ignoriert das hier lieber... mir ist einfach zu warm.). Also habe ich es erstmal für ein paar Wochen wieder zur Seite gelegt.
 
Als ich das Buch dann wieder zur Hand genommen und weitergelesen habe, ist mir das Ganze dann schon viel leichter gefallen. Nach ein paar Seiten wird die Handlung nämlich überschaubarer und ich konnte mich besser mit der Protagonistin anfreunden. Was mich an ihr allerdings gestört hat, war diese Wahl ihrer angeblichen großen Liebe (So steht es ja im Klappentext). So wie June diese Beziehung beschrieben hat, klang das irgendwie nicht so ganz nach der großen Liebe. Aber darüber kann man ja hinwegsehen, ist ja schließlich ein Thriller, da steht das nicht so im Mittelpunkt. Ich fand es außerdem schade, dass man nicht sehr viel über June erfahren hat. Nach und nach gab es Informationen in Form von Rückblicken, aber da hat man mehr über ihre Freundschaft zu Delia und Delia selbst erfahren. So konnte ich letztendlich keine richtige Verbindung zu ihr aufbauen.
 
Was allerdings für mich ein großer Pluspunkt an dieser Geschichte ist, ist diese Verworrenheit (Ist das überhaupt ein Wort? Ich hoffe, ihr wisst was ich meine..). je weiter man liest, desto mehr Hinweise bekommt man auf das, was passiert ist. Allerdings ändert sich damit jedes mal der eigene Verdacht (Zumindest war das bei mir sehr stark so) was passiert ist. So denkt man im einen Moment noch an den einen als Mörder und dann glaubt man doch an Selbstmord und dann verdächtigt man wieder jemand anderen und so weiter... Ich finde, dass das Ganze die Spannung sehr angehoben hat und man dadurch wirklich nicht erahnen konnte, was nun letztendlich wirklich passiert ist. Richtig gut und überraschend fand ich außerdem noch die Wendungen, die hier zahlreich vertreten sind.
 
Dieser Thriller hat im Grunde ziemlich viel mit der menschlichen Psyche zu tun. Diesen Anteil fand ich in der Geschichte sehr gut dargestellt und teilweise sogar sehr schockierend. ich weiß auch immer noch nicht, wie ich mit diesem Ende umgehen soll, aber dazu sage ich jetzt lieber nichts...
 
Fazit (das nach diesem langen Text jetzt auch überfällig ist):
Ein packender Thriller über unsere dunklen Seiten, der mich nach leichten Einstiegsschwierigkeiten doch noch von sich überzeugen konnte.
 
4/5

Kommentare:

  1. Tolle Rezension, das Buch klingt gut, ich glaube, ich schau mal, ob unsere Bibliothek das hat :)

    Liebst, Lara.

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